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Atemschutz-Ausrüstung

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Bei jedem Brand entstehen Atemgifte, die Menschen schon nach wenigen Atemzügen tödlich vergiften können. Aufgabe der Feuerwehren ist es, trotzdem Menschen zu retten sowie eine weitere Ausdehnung des Feuers zu verhindern. Der Einsatz gehört zu den gefährlichsten. Entsprechend umfangreich ist auch die Schutzausrüstung, welche die zusätzlich geschulten und medizinisch untersuchten Feuerwehrangehörigen in Ergänzung zur allgemeinen Schutzausrüstung tragen. Ein voll ausgestatteter Atemschutzgeräteträger schleppt etwa 35 kg zusätzlich zu seinem Körpergeweicht mit sich.
Auf dem obigen Bild nicht zu sehen ist die Flammschutzhaube, die unter dem Helm getragen wird und welche die verbleibenden Hautstellen bedeckt.
Atemgifte bzw mangelnder Sauerstoff kommen außer bei Brandeinsätzen auch bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen oder Einsätzen in Schächten und Kanalisationen vor. Auch dann wird Atemschutz getragen. Die zusätzliche Ausrüstung wird dann aber den speziellen Erfordernissen angepasst. Atemschutzmaske Feuerwehrleine Atemschutzgerät Feuerwehrhaltegurt Feuerwehraxt Handlampe Die Atemschutzmaske bedeckt das gesamte Gesicht und wird am Helm befestigt. Durch den angeschraubten Lungenautomaten strömt frische Atemluft in die Maske. Ein leichter Überdruck sorgt dafür, dass auch bei leichten Undichtigkeiten der Maske keine Schadstoffe ins Innere gelangen können. Die mitgeführte Feuerwehrleine (DIN 14920) mit einer Länge von 30 m kann für verschiedene Zwecke eingesetzt werden: Retten von Personen und Selbstretten, Sichern, Heraufziehen von Werkzeugen und als Führungsleine, um den Weg zurück zu finden oder verqualmte Räume abzusuchen. Das Atemschutzgerät besteht aus einem Tragegestell, einer Atemluftflasche aus Stahl oder CFK, einem Druckminderer mit Warneinrichtung, einem Druckmesser sowie einem Lungenautomaten mit Mitteldruckleitung. Unter einem Druck von 300 bar werden in der Flasche etwa 1800 Liter Atemluft mitgeführt. Im Einsatz reichen diese aus, um den Träger etwa für 20 min mit frischer Luft zu versorgen. Der Feuerwehrhaltegurt nach DIN 14926 dient dem Feuerwehrangehörigen zur Selbstrettung und Sicherung. Ein Auffangen in absturzgefährdeten Bereichen ist damit nicht möglich. Lediglich ein Zurückhalten oder ein Selbstretten in Kombination mit der Feuerwehrleine ist zulässig. Jeder Trupp führt eine Axt als Multifunktionswerkzeug mit. Sie kann zum Aufhebeln, Einschlagen und Festsetzen von Türen und Fenstern sowie bei der Personensuche zum Abtasten unter Möbeln eingesetzt werden. Jeder Trupp führt eine Handlampe mit, um sich auch in dunklen Räumen zurecht zu finden. Jeder Trupp führt ein Handfunkgerät mit sich. Beim Betreten von verqualmten Bereichen stellt es die einzige Kommunikationsmöglichkeit mit dem Gruppenführer dar.
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