Aktuelles 2013 Drehleiter für unsere Feuerwehr
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Drehleiter für unsere Feuerwehr

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Am 18.02.2011 stellte Wehrführer Dirk Sacher den Feuerwehrbedarfsplan vor, der zwei wesentliche Mängel in der Wentorfer Feuerwehr aufführte: einen Mangel an Personal sowie ein fehlendes Hubrettungsfahrzeug. Letzteres ist nun - nach nicht einmal 2,5 Jahren Planungszeit - bestellt worden und wird den Wentorfern voraussichtlich ab dem Frühjahr 2014 zur Verfügung stehen.

Der Feuerwehrbedarfsplan schrieb 2011 nieder, was schon länger vermutet wurde: Nach der geltenden Landesbauverordnung müssen Gemeinden, in denen über das 2. Obergeschoss hinaus gebaut wird, über ein Hubrettungsfahrzeug verfügen, um im Notfall sicher Menschenleben aus großer Höhe zu retten. Neben diesem baurechtlichen Aspekt ist aber auch der sicherheitstechnische Aspekt nicht zu vernachlässigen: Die Einsatzkräfte können die Drehleiter vielfach anstelle einer instabileren und mitunter wackligen tragbaren Leiter einsetzen und bspw. vom Drehleiterkorb aus in Wohnungen einsteigen oder mit der Kettensäge arbeiten. Nachdem die politischen Gremien in Wentorf den Weg für dieses Fahrzeug geebnet hatten, machte sich eine Arbeitsgruppe bestehend aus Mitgliedern der Feuerwehr (Klaus Hass, Nico Hintz) und der Verwaltung (Sascha Kröger) an die Arbeit, die europaweite Ausschreibung für das Fahrzeug zu verfassen. Durch diese Eigenleistung konnten mehrere tausend Euro gespart werden.

So wurden Hersteller von Fahrzeuggestellen und Drehleiteraufbauten nach Wentorf eingeladen, um ihre neueste Technik vorzustellen, Vergleiche zwischen den verschiedenen Fabrikaten aufgestellt und Listen mit zwingend notwendigen und wünschenswerten Ausrüstungsmerkmalen erstellt. In zahlreichen Stunden ehrenamtlicher Arbeit entstand so die detaillierte Ausschreibung, die Ende Januar veröffentlicht wurde und das Interesse mehrerer Unternehmen weckte. Schließlich erhielten im Frühsommer Mercedes-Benz für das Fahrgestell und Magirus für den Drehleiteraufbau den Zuschlag.

Die neue Drehleiter mit Automatikgetriebe ist ein Vorführfahrzeug, welches in den Monaten nach der Auslieferung durch die Firma Magirus bei anderen Feuerwehren vorgeführt wird. Die DLA(K) 23/12, so ihr offizieller Name, wird über einen 32 Meter langen Leiterarm mit Korb verfügen – der besondere Clou dabei: Die Leiter kann an einem Gelenk abgeknickt werden, sodass mehr Einsatzstellen erreicht werden können. Der Rettungskorb ist für 4 Personen ausgelegt und ermöglicht die Befestigung einer Krankentrage mit einem Gewicht von bis zu 270 Kilogramm.

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